Wirtschaft

Die Wirtschaft in Tschechien stand nach der so genannten samtenen Revolution im Jahre 1989 vor einer Neuorientierung. Ihr Weg führte in die Marktwirtschaft und auch zu einer Offenheit für ausländische Investoren. Nach Schätzungen der Agentur für Kapitalinformation „Cekia" soll es 2008 in Tschechiens Wirtschaft insgesamt fast 11.000 Unternehmen mit deutschem Background gegeben haben, wobei die Bandbreite vom Einzelunternehmen bis zum Großbetrieb reicht.

 

Nach der Zeit des Kommunismus hatte Tschechien wirtschaftlich Nachholbedarf. Von 2005 bis 2008 konnten beispielsweise Wachstumsraten von über sechs Prozent pro Jahr verzeichnet werden. Allerdings ging die Wirtschaftskrise auch an der Tschechischen Republik nicht spurlos vorbei, so dass sich das Wachstum im Jahr 2008 abschwächte. Exporte spielen für die Wirtschaft in Tschechien eine große Rolle, was in Krisenzeiten zu einem Manko werden kann. Der Anteil des Exports am Bruttoinlandsprodukt lag  2008 bei über 65 Prozent. Güter, die von Tschechiens Wirtschaft exportiert werden, sind Elektrotechnik, Maschinen und Kfz-Teile. In Bezug auf Wirtschaftssektoren besitzen inzwischen Dienstleistungen den größten Anteil am BIP. Danach folgen Industrie und Bauwirtschaft und mit großem Abstand die Landwirtschaft. 

 

Tschechiens Wirtschaft setzt auf Automobil und Maschinenbau

Zu den wichtigen Branchen in Tschechiens Wirtschaft zählen die Automobilbranche und der Maschinenbau. Letzterer musste sich nach der samtenen Revolution erst an die neuen Herausforderungen anpassen, wurde dann jedoch wieder zu einer Stütze in der Wirtschaft Tschechiens. Steigende Bedeutung verzeichnet die Logistikbranche für Tschechien. Das mag am Boom der Automobilbranche liegen. Zudem an expandierenden Handelsunternehmen, die den Markt in Tschechien entern und passende Partner für den Warentransport benötigen. Weitere Branchen mit Bedeutung sind die Atomkraft, der Tschechien insgesamt aufgeschlossen gegenüber steht, sowie die Textil- und Lederindustrie. Zu den wichtigsten Handelspartnern für die Wirtschaft gehören Deutschland, die Slowakei, Polen und Frankreich. Die stark exportorientierte Wirtschaft hat allerdings auch neue Märkte wie China und Indien im Auge.

 

Als Anreize für potenzielle Investoren gilt einerseits die günstige Lage von Tschechien als Verbindung zwischen West- und Osteuropa. Zudem gelten die Standortkosten in Tschechien als gemäßigt. Den Tschechen wird darüber hinaus Kauflaune nachgesagt und eine steigende Kaufkraft, was sich durch Statistikdaten belegen lässt.

 

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